Der heute von der EnBW Ostsee Offshore GmbH mit 21 Anlagen, 15 km nördlich der Halbinsel Fischland/Darss projektierte Windpark Baltic 1 wurde ursprünglich von der Offshore Ostsee Wind AG geplant und durch das Raumordnungsverfahren sowie das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren geleitet. Die Offshore Ostsee Wind AG beauftragte OECOS im Jahr 2002 erstmals zur Durchführung einer Landschaftsbildanalyse und -bewertung als Teil der Umweltverträglichkeitsuntersuchungen für das Raumordnungsverfahren BALTIC I. Ziel war eine möglichst realitätsnahe Abschätzung der wahrscheinlichen visuellen Wirkungen. Für die Prognose der zu erwartenden visuellen Auswirkungen des Vorhabens wurden Informationsgrundlagen zusammengetragen (Bestandsanalyse) und Visualisierungen erstellt. Im Ergebnis wurde abgeschätzt, ob mit dem Bau des Offshore-Windparks erhebliche oder nachhaltige Landschaftsbildbeeinträchtigungen zu erwarten sind.
In einem zweistufigen Zulassungsverfahren für Großvorhaben hatte dem Raumordnungsverfahren ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren (BImSchG-Verfahren) zu folgen, in welchem die im übergeordneten Verfahren durchgeführten Umweltverträglichkeitsprognosen – so auch die Prognosen zur Landschaftsbildverträglichkeit - weiter präzisiert wurden.
Mit Erteilung der Baugenehmigung am 05.04.2006 vom Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde dem Projekt die Umwelt- und Naturschutzverträglichkeit bescheinigt.