Aktuelles

IKZM-Prozess zum WEA-Repowering erfolgreich initiiert

Am 11.05.2009 fand in Strübbel, Dithmarschen, Schleswig-Holstein der 3. „Runde Tisch“ zum Thema Windanlagen-Repowering für nicht privilegierte Anlagen statt, zu welchem die OECOS GmbH im Rahmen des vom Umweltbundesamt geförderten F+E Vorhabens „Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM): Sparsame und effiziente Flächen­inanspruchnahme im deutschen Küstenraum“ geladen hatte. Die 30 Teilnehmer repräsentierten  Altanlagenbetreiber der Region, Landesplanung, Kreisplanung, kommunale Politik (mehrere Bürgermeister und Gemeindevertreter), Naturschutz (NABU) und Forschung. Mit dem Treffen wurde eine Reihe von "Runden Tischen" abgeschlossen, die die OECOS GmbH zur Initiierung eines IKZM-Rozesses mit dem speziellen Ziel der Bereinigung des Landschaftsbildes von Streuanlagen veranstaltet hatte. Ein Ergebnis dieses Prozesses war die Gründung des Vereins „Repowering Nord-West Dithmarschen e. V.“, welcher die Initiative nunmehr aufnimmt und den Diskussionsprozess weiter moderieren wird. 

 

 „Windenergie ein Wesenselement der Küste“ - Prof. Runge nimmt Stellung zur Eingriffsbewertung von Windkraftanlagen in neue energie

"Stören Windturbinen das Landschaftsbild? Experten unterschiedlicher Fachgebiete machen sich dazu Gedanken. Ihre empirischen Analysen zeigen: Die Akzeptanz wächst, die Turbinen gehören für viele längst zur Kulturlandschaft der Moderne", so beginnt der Artikel "Neue Kulturlandschaften" von Bernhard Janzing in der aktuellen Ausgabe von neue energie (05/09). 

Darin nimmt Prof. Karsten Runge zur Landschaftsbildbewertung von Windkraftanlagen an Land und auf See Stellung.

 

 

Ermittlung und Sicherstellung der Umweltverträglichkeit von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen
- Forschung im Rahmen der BMBF-Verbundvorhabens „Klimzug-Nord“ -

Bei der Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sollte frühzeitig auch die Umweltverträglichkeit dieser Maßnahmen bedacht werden. Im Rahmen des am 01.04.2009 anlaufenden, mehrjährigen BMBF-Verbundforschungsvorhabens „KLIMZUG NORD“ entwickeln apl. Prof. Dr. Karsten Runge und Dr. Thomas Wachter für das Institut für Umweltstrategien der LEUPHANA Universität Lüneburg in mehreren Schwerpunktbereichen
naturschutzfachliche Prognosen, Bewertungen und Leitbildkonzepte.

Hierzu gehören die naturschutzfachliche Folgenprognose und Bewertung

 

  • der im Rahmen des Ästuarmanagements entwickelten strategischen Anpassungsansätze an den Klimawandel. Eine besondere Bedeutung kommt der naturschutzfachlichen Bewertung der im Küstenschutz und in der Hafenwirtschaft entwickelten strategischen Anpassungsansätze an den Klimawandel zu. Darauf aufbauend werden Vorschläge zur inhaltlichen und methodischen Anpassung von Naturschutzinstrumenten, insbesondere der FFH-Verträglichkeitsuntersuchung und strategischen Umweltprüfung an die durch Klimawandel induzierten Veränderungen entwickelt.


  • inwieweit urbane Grünflächen und städtische Biotope durch Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen beeinträchtigt werden. Darauf aufbauend folgt die Entwicklung von Vorschlägen zu einer inhaltlichen und methodischen Anpassung von urbanen Naturschutzinstrumenten, insbesondere der Umweltprüfung, Grünordnungs- und Landschaftsplanung an die durch Klimawandel induzierten Veränderungen. Exemplarische Vorschläge werden für das Landschaftsachsenkonzept im Rahmen des Hamburger Landschaftsprogramms ausgearbeitet.


  • inwieweit ökologische Elemente der Kulturlandschaft durch Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen beeinträchtigt werden. Dieses dient u.a. einer exemplarischen Entwicklung von Planungs- und Bewertungsmethoden auf Basis GIS-gestützter Szenarien in der Region Ostheide. Ein besonderer Schwerpunkt wird daneben auf die Prüfung möglicher ökologischer Beeinträchtigungen durch unterschiedliche Szenarien des Energiepflanzenbaus gelegt. Ziel der Prognose und Bewertung ist die Entwicklung von Vorschlägen für eine inhaltliche und methodische Anpassung von Naturschutzinstrumenten, insbesondere der Umweltprüfung, der Eingriffsregelung und der Landschaftsplanung an die durch Klimawandel induzierten Veränderungen.

 

Im Hinblick auf die obigen Themen gilt es Werkzeuge zu entwickeln, um zur Ergreifung von Verminderungs- und Vermeidungsmaßnahmen das Ausmaß und die Verteilung entsprechender Beeinträchtigungen möglichst zuverlässig zu prognostizieren. Darüber hinaus sind die naturschutzfachlichen Instrumente zur Ausgestaltung von Ausgleichsmaßnahmen weiterzuentwickeln.